Von Liebschwitz ins idyllisch gelegene Mühltal – 01.05.2011

U11m+w, U13m+w, U15w

Von Liebschwitz ins idyllisch gelegene Mühltal – 01.05.2011

Selbst auf Pferden von der nah gelegenen Naupoldsmühle können die Besucher reiten. Doch dafür werden die Teilnehmer der Ostthüringen Tour, die in der Jugendherberge „Froschmühle“ für zwei Nächte Quartier beziehen, keine Zeit haben.

Eigentlich war alles geklärt. Mit der Schließung der Berufsschule in Gera-Liebschwitz endete auch die Nutzung des Internats. Bereits Ende September 2010 erfolgte eine erste persönliche Kontaktaufnahme mit der Pionierkaserne Gera-Hain. Vermittelt wurde der Kontakt über Bernd Koob, ehemals Kommandeur am Standort. In einem Schreiben vom 27. Oktober 2010 wurde eine Unterbringung von 80 Teilnehmern unter der Einschränkung zugesagt, dass zu diesem Zeitpunkt keine dringende militärische Maßnahme ansteht. Am darauf folgenden Tag lag dem Org-Büro auch die Zusage für die Versorgung der in der Pionierkaserne untergebrachten Teilnehmer vor.

Am 11. April 2011 dann die Ernüchterung. In einer e-mail wurde mitgeteilt, dass eine Unterstützung der Veranstaltung und der sportlichen Aktivitäten nicht mehr möglich sei. Hintergrund: Im Rahmen der Vorbereitung der Stationierungsentscheidung werden derzeit alle Standorte der Bundeswehr betrachtet und unterliegen einer neuen Bewertung. Weiter heißt es in dem Schreiben: „Hierbei ist durch Befehl und Weisung Vorgesetzter Kommandobehörden seit dem 30.03.2011 angewiesen worden, alle Verfahren der Mitnutzung in den Liegenschaften der Bundeswehr zu prüfen, gegebenenfalls einzustellen und keine neuen Mietnutzungsvereinbarungen zu erlassen.“

Erwartungsgemäß erwies sich die Suche nach einer Alternative als äußerst kompliziert, vor allem auch von der Anzahl der Übernachtungen her. Eine weitere Aufteilung auf verschiedene Objekte stand dabei nicht zur Disposition, galt es doch die Teilnahme der Sportler am Kinobesuch sowie die Teilnahme der Trainer und Übungsleiter am traditionellen Empfang zu gewährleisten.

Von der Entfernung her wie auch von der Anzahl der Quartiere bot sich letztlich nur die Nutzung der Jugendherberge „Froschmühle“ im idyllisch gelegenen Mühltal zwischen den Städten Bad Klosterlausnitz und Eisenberg an. Im Flyer der Jugendherberge liest sich das so: „Die stillen Wälder, das liebliche Plätschern der Rauda, romantische Plätzchen im Tannen- und Laubwald, malerische Fachwerkhäuser und alte Mühlen, steil aufragende schroffe Felswände und viele sehenswerte Ausflugsziele prägen das Gebiet und lassen einen Aufenthalt im Mühltal zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Hier findet man uns mit einem riesigen Gelände mit einem Spielplatz, einem Volleyball- und Bolzplatz und einem kleinen Tiergehege.“

Die Fahrt zur UCI-Kinowelt Gera wird von der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH abgesichert, allerdings erst ab Weißenborn, da eine direkte Anfahrt nicht möglich ist. Die Fahrt der Sportler von der JH „Froschmühle“ nach Weißenborn und dann auch wieder zurück, erfolgt per Shuttle, den dankenderweise das Verkehrsunternehmen Andres Schröder aus Hermsdorf übernimmt. Von Liebschwitz ins idyllisch gelegene Mühltal.