Nichts blieb dem Radnachwuchs bisher erspart – 15.04.2015

U11m+w, U13m+w, U15w

Nichts blieb dem Radnachwuchs bisher erspart – 15.04.2015

Manchmal kommt es für die Radrenner ganz hart. Davon können zumindest einige der Teilnehmer an der Ostthüringen Tour berichten. Wenn man auch so manche von den Sportlerinnen und Sportlern abverlangte sportliche Härte den Organisatoren anlasten kann, für eins können sie nicht verantwortlich gemacht werden: für das Wetter.

„April, April, der weiß nicht, was er will. Mal Regen und mal Sonnenschein, dann schneit’s auch wieder zwischendrein.“ Und was der norddeutsche Schriftsteller Heinrich Seidel einst so über den April sagte, davon konnten sich einige der Teilnehmer in der Vergangenheit überzeugen.

Die 3. Etappe bildet den Abschluss der Ostthüringen Tour. Nach dem Prolog, dem Geschicklichkeitsfahren beziehungsweise Zeitfahren und dem Rundstreckenrennen heißt es für die Aktiven beim Straßenrennen noch einmal alles zu geben. Vielleicht kann so die bisher erkämpfte Platzierung im Gesamtklassement noch verbessert werden.

Austragungsort für das abschließende Straßenrennen war von 2003 bis 2009 die Residenzstadt Greiz und seit 2010 ist es die Stadt Münchenbernsdorf im Landkreis Greiz.

Dauerregen war der Begleiter auf der 3. Etappe der der Ostthüringen Tour im vergangenen Jahr, worauf sich die Sportler des gastgebenden Vereins jedoch sehr gut einstellten. Erfolgreich trotzten Lucas Küfner in der U11m und Domenik Wolf in der U13m den widrigen Witterungsbedingungen und gingen bei der Abschlußetappe als Sieger über den Zielstrich. In der U13w sicherte sich Lena-Fabienne Franke Rang drei. Der 10-jährige Lucas Küfner zeigte einmal mehr sein Können und krönte seine Teilnahme an der 12. Ostthüringen Tour 2014 mit dem Gesamtsieg in seiner Altersklasse und holte so den ersten Tourerfolg für den SSV Gera 1990 e.V..

Ganz anders in Erinnerung bleiben die Straßenrennen von Greiz in den Jahren 2003 und 2004. Als wenn nicht der Regen allein schon demotivierend wirkte, kämpften die acht- bis 14-Jährigen auf der 6,7 km langen Runde mit Schnee und Eis. Am Ende wusste so mancher nicht, was schlimmer war, das widrige Wetter oder der anspruchsvolle Anstieg am Berg.

Dennoch, leicht ist auch die 4,8 Kilometer lange Runde in Münchenbernsdorf nicht, bei der ein Höhenunterschied von 51 Meter zu überwinden ist. Gleich nach dem Start geht es bergauf. Nach 1,5 Kilometern wird der höchste Punkt erreicht. Von da aus geht es durch das Gewerbegebiet „Hopfenberg“ mit zwei engen Kurven. Es folgt eine steile Abfahrt die Weidaer Straße herunter, die in eine scharfe Linkskurve mündet. Auf den verbleibenden letzten 100 Metern bis zum Ziel geht es dann wieder leicht bergauf. Eine Vorentscheidung könnte schon bei der Durchfahrt durch das Gewerbegebiet fallen. Hier gilt es für die Renner eine gute Position im vorderen Feld zu finden, da auf Grund der Übersetzungsbegrenzung in der temporeichen Abfahrt mit möglichen Positionswechseln nicht mehr zu rechnen ist. Entscheidend sind auch die Windverhältnisse. Bei Westwind gestaltet sich das Rennen etwas entspannter. Unangenehm könnte der Ostwind werden, der dann den Rennern ins Gesicht weht.